New York City

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Ich habe es zwar nicht geschafft Beiträge und Fotos von New York zu veröffentlichen, aber dafür gibt es hier ein Video. 3 Tage New York (hauptsächlich Manhattan) in knapp 16 Minuten, wenn ihr die Zeit dafür habt :-)

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Fahrt von Las Vegas durch das Death Valley

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Heute geht es von Las Vegas durch das Death Valley in den kleinen Ort Tulare, auf der Westseite der Sierra Nevada.

 

In Las Vegas starten wir um 07:30 und es sind bereits über 30 Grad. Tagsüber werden es zurzeit 38-40°C.

Eine Weile lang geht es über den Freeway Richtung Westen, dann steigen wir über einen Gebirgspass auf 1500m hoch und anschließend langsam abfallend in das Tal des Todes. Die Landschaft ist karg, hier und da stehen recht trockene Sträucher, aber langweilig ist es keinesfalls. Es gibt versteinerte Dünenformationen in den unterschiedlichsten Gelb- und Brauntönen. Wir halten als erstes am stark empfohlenen Zabriskie Point, und nach einem kleinen anstrengenden Aufstieg (es sind bereits 35°C bei sehr niedriger Luftfeuchtigkeit, zum Glück!!) erwartet uns ein wunderschöner Ausblick über die steinerne Dünenlandschaft.

Die Fahrt geht weiter in Richtung Furnace Creek über die 190, kurz vor dem Ort biegen wir links ab Richtung Badwater. Die Kreuzung liegt ziemlich genau auf Meereshöhe, was durch ein Schild gekennzeichnet ist. Danach geht es langsam stetig bergab in das eigentliche Death Valley zum tiefsten Punkt der USA, dem Badwater Basin bei 86 Meter unter NN (der tiefste Landpunkt der Welt liegt übrigens am Toten Meer bei 428 Metern unter NN!).

Die Straße ist gut asphaltiert, man fährt jedoch einige Kilometer bis zum Ziel. Auf der linken Seite gibt es mehrere Abfahrten, die wir uns für den Rückweg aufheben. Rechts von der Straße folgt dann ein Parkplatz mit einem direkten Zugang zum tiefsten Punkt und einer lang gestreckten Salzpfanne. Direkt zu Beginn gibt es das berühmte Holzschild, rechts daneben steht in der salzigen Ebene sogar Wasser.

Etwas weiter laufen wir direkt auf die Salzfläche hinunter und der Blick darauf und auf die dahinter liegenden Berge bei tief blauem Himmel ist wunderschön. Inzwischen sind es jedoch 114°F, also knapp über 45°C, und es weht ein starker Wind mit noch stärkeren Böen. Trotz der trockenen Luft halten wir es daher nicht lange hier aus und steigen wieder ins Auto. Zwei ankommende Reisebusse voller Touristen machen die Entscheidung weiter zu fahren umso leichter 😉

Einige Meilen auf der Straße zurück biegen wir nach rechts in den Artist’s Drive, und die Strecke ist absolut empfehlenswert!! Sie geht entlang des Tals durch die Hügellandschaft hindurch und zeigt den vulkanischen Hintergrund dieser Landschaft. Trotz der Kargheit erwartet uns eine unglaubliche Bandbreite an Farben. Eine kleine Einfahrt rechts geht zur Artist’s Palette und die Straße endet vor einigen bunten Hügeln. Verschiedene Mineralien haben sich hier nach den Vulkaneruptionen abgelagert und die Berge leuchten in gelb, braun, schwarz, rot, türkis und blass-violett. Laut der Infotafel handelt es sich um Eisen, Aluminium, Magnesium, Titan, Chloride, Hermatit und anderes. Mit gutem Schuhwerk kommt man über einen Pfad recht nahe an die Berge heran.

Die Fahrt geht weiter durch schwarze und braune Hügel hindurch zurück zur Hauptstraße. Die nächste erwähnenswerte Abzweigung geht zum Golden Canyon mit einem kleinen Parkplatz davor. (Nahezu jeder Parkplatz hat hier übrigens ein kleines Toilettenhäuschen mit Chemietoiletten, manche sauberer als andere 😉 ). Von dort geht ein Pfad ab durch den kleinen Canyon der nach 1,25 Meilen eine rote Felslandschaft erreicht. Ein großes rotes Stoppschild warnt allerdings vor der Hitze, und davor nach 10:00 morgens dort hinein zu wandern, da die Sonne bereits so hoch steht dass es kaum noch Schatten gibt. Auch hier weht der heiße Wind durch den Canyon, weshalb wir nur ein Stückchen hinein wandern und dann weiterfahren.

Way to Zabriskie Point
Way to Zabriskie Point
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Erneut an der Kreuzung angelangt fahren wir weiter Richtung Furnace Creek, ein kleinerer Ort mit einigen Läden und einer Tankstelle, wo es auch ein Besucherzentrum gibt und spätestens der Eintritt in den Nationalpark entrichtet werden muss. (Für das Death Valley bezahlt man entweder 20 $ pro Fahrzeug – mit bis zu 4 Personen – oder nutzt den Interagency Pass, den man für 80 $ an allen Nationalparks oder vorher online erhält. Bei der Anzahl der Parks die wir besucht haben lohnte sich der Pass schon zuvor allemal). Gegen Vorlage des Passes erhalten wir einen Plan des Parks, außerdem gibt es draußen eine Wasserstation um die Trinkflaschen aufzufüllen, bei der Hitze auch dringend empfohlen, selbst wenn man sich nur kurz draußen bewegt.

Wir tanken das Auto im Ort noch kurz voll, denn anschließend gibt es nur noch sehr wenige Tankstellen und je nach Saison können diese scheinbar auch mal „Out of Gas“ sein.

Es geht nun weiter Richtung Panamint Springs, auf dem Weg kurz vor Stovepipe Wells liegen die Mesquite Sand Dunes, feine Sanddünen die angeblich bis zu 30 Metern hoch sein können. Heute waren es eher mal 10 Meter. Trotzdem eine schöne Sicht, auf den Dünen liegen oder stehen tote Bäume und auf der Ebene hinter den Dünen bilden sich teils sehr hohe Staubteufel.

Danach geht die Fahrt runter in Richtung Ridgecrest durch das Panamint Valley und südlich der Sierra Nevada entlang, und damit folgen 2-3 Stunden Fahrt durch die reinste Einöde über den einen oder anderen Pass von 300-1500 Meter Höhe, und das einzig interessante sind ein paar Koyoten, die die Straße überqueren, einige riesige Schrottplätze bei Trona, auf denen die unterschiedlichsten Geräte und Fahrzeuge stehen, und Düsenjets, die in dieser Ebene Testflüge absolvieren.

Bei Bakersfield gibt es noch einmal einige Hügel als Ausläufer des Gebirges, die durch die untergehende Sonne nun gold-gelb leuchten. Der Rest der Fahrt nach Tulare ist nichts besonderes mehr, aber der Ort dient als guter Ausgangspunkt für Besuche in die Sequoia Nationalparks, die circa 50 Meilen entfernt sind und wo es am nächsten Tag hingehen wird, sofern uns die Waldbrände keinen Strich durch die Rechnung machen!

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Fahrt von St. George nach Las Vegas

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In St. George genießen wir auf unserem Balkon des Inn on the Cliff noch unser Frühstück, bevor wir nach Las Vegas aufbrechen.

Bei dem weiten Blick über die Stadt sieht man auf den Berghängen in der Ferne nach wie vor kleinere Waldbrände, wie schon am vorherigen Abend.

St. George

Wir sind in St. George immernoch in einer Wüstenregion und auch morgens um 09:00 sind es schon über 30 Grad.

Nach einem kValley of Fire Signurzen Stopp beim nächsten Walmart geht es 1,5 Stunden die I-15 runter Richtung Las Vegas, dann erfolgt eine Abbiegung auf den Highway 169, der uns nach einer weiteren Abbiegung auf die Valley of Fire Road zum East-Entrance des Valley of Fire State Park führt, dem ältesten State Park Nevadas. Der Eintritt beträgt 10 $ und ist nicht über den Interagency Pass abgedeckt. Man zahlt entwValley of Fire - Selfpay Stationeder bar an einer der Self-Pay Stationen, davon abhängig welche Einfahrt man wählt, oder spätestens am Visitors Center.

Bevor man dort hingelangt gibt es allerdings schon das erste Highlight, den Elephant Rock. Er ist vom Parkplatz der Ost-Einfahrt über einen ca. 200m langen, recht steinigen Weg zu erreichen, der keinen Schatten bietet. Bei bereits 35 Grad kann also auch das anstrengend sein! Der Weg macht eine Biegung zurück zur Straße, an der man jedoch nicht entlang gehen darf. Dann sieht man zur rechten oben eine natürliche Steinbrücke mit einer 2-3 m großen Öffnung, deren eine Seite aussieht wie ein Elefantenrüssel und spätestens dann ist auch der Rest der Formation zu erkennen. Den besten Blick hat man vom Weg unten direkt am Fels, so dass der Himmel durch die Brücke sichtbar ist, oder indem man am Fels vorbei hoch klettert und ihn von der anderen Seite betrachtet.

Trail zum Elephant Rock
Trail zum Elephant Rock
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Anschließend geht die Fahrt erst einmal zum Visitors Center, wo es noch Trinkwasser zum Auffüllen und einen Plan über den Park gibt. Sehr sehenswert soll hier die Fire Wave aus rotem und Valley of Fire - Mapweißem Sandstein sein, doch einer der Ranger warnt uns, dass heute Temperaturen von bis zu 106°F erreicht werden (etwa 41 Grad Celsius). Die Wanderung zur Fire Wave würde eine Stunde (hin und zurück) dauern, ohne Schatten, und man rät uns davon ab dort hinzuwandern.

Stattdessen biegen wir kurz hinterm Visitors Center in den Scenic Drive (oder White Domes Road), eine 5,5 Meilen lange Panorama-Straße, für die man ohne Haltepausen vielleicht 10-15 Minuten in eine Richtung braucht. Es gibt jedoch auf dem Weg mehrere sehenswerte Haltebuchten oder Parkplätze und auch die Straße selbst ist absolut malerisch und empfehlenswert.

Zu den leicht erreichbaren und interessanten Spots zählen zu Beginn die Seven Sisters, eine Formation aus Steinen die teilweise wie große Köpfe aussehen, und der Mouse’s Tank, bei dem vom Parkplatz aus ein sandiger Pfad in einen kleinen Canyon hineinführt. Schön sind hier die zahlreichen Petroglyphe, also geschabte oder in den Stein eingearbeitete Bilder und Symbole. Diese stammen von den Anasazi und sind mehr als 1000 Jahre alt. Ansonsten sind auch die roten Sandsteinformationen des Canyons schön anzuschauen. Bei inzwischen 42 Grad gehen wir nur ca 10 Minuten in den Canyon hinein, aber auch auf dem Weg sieht man einige schöne Petroglyphe.

Weiterhin sehenswert ist der Rainbow Vista auf einem Hügel, der einen Blick über die Gegend mit ihren verschiedenst-farbigen Sandsteinen bietet. Die Palette reicht von Braun, gelb und weiß über rot und violett.

White Domes Road
White Domes Road
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Die Weiterfahrt ab hier ist ebenfalls imposant, da sich die Straße durch die farbige Landschaft schlängelt. Besonders schön ist der Blick allerdings auf dem Rückweg, weshalb wir zum Ende (White Domes) fahren und nach einem kurzen Stop wieder umdrehen.  Dann ergibt sich ein Bild, welches häufig im Internet und verschiedenen Reiseführern zu finden ist. Es gibt keinen Parkplatz, wir bleiben also kurz am Rande der Straße stehen und schießen einige Fotos.

Felsen am White Domes Parkplatz
Felsen am White Domes Parkplatz
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Die Temperatur ist auf teils 111°F gestiegen, also etwa 43°C, weshalb wir bald unseren Rückweg antreten. Dieser führt uns nach Südwesten aus dem Park heraus und bald zurück auf die I-15 Richtung Las Vegas, das jetzt nur noch eine knappe Stunde entfernt ist.

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Kodachrome Basin und Bryce Canyon

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Nachdem wir am Vorabend unsere Fahrt über den Scenic Byway 12 im kleinen Ort Tropic beendet haben und in den in Log Cabins übernachtet haben, toasten wir am nächsten Morgen unsere Bagel auf dem Gas-Grill und machen uns fertig für den heutigen Besuch von gleich zwei National- bzw. State Parks.

Bryce Canyon Log Cabins

Zunächst geht die Fahrt etwa 25 Minuten Richtung Südosten zum Kodachrome Basin State Park. Dieser wurde 1963 für die Öffentlichkeit zugänglich und liegt auf ca. 5800 Fuß Höhe. Den Namen erhielt das Gebiet bereits 1948 durch eine Expedtion der National Geographic Society, die ihn wegen der unglaublichen Farben der roten Felsen und des oft tiefblauen Himmels nach dem bekannten Farbfilm benannte. Es gibt im gesamten Gelände 67 monolithische Stein-Nadeln aus rotem bis hellem Sandstein, die Höhen zwischen 3 bis zu 50 Metern erreichen und etwa 180 Millionen Jahre zurück reichen.

Der Park hat grundsätzlich von morgens bis 22 Uhr abends für Besucher geöffnet, man kann jedoch auch campen und zelten. Der Eintritt hier ist nicht über den Interagency Pass abgedeckt, beträgt jedoch nur 6$ (Stand 2015). Kurz nach der Einfahrt beim Visitor’s Center gibt es verschiedene Parkplätze zu mehreren unterschiedlich langen und schweren Wanderwegen. Eine Übersicht dieser Hiking Trails und weitere Infos gibt es in der Broschüre des Parks.

Auf dem Plan werden 6 Trails beschrieben, die zwischen 800 Metern Roundtrip (Nature Trail, Eagle’s View Trail) bis hin zu 9,7 km Roundtrip (Panorama Trail) lang sind. Aufgrund etwas begrenzter Zeit und der Tatsache, dass der Eagle’s View Trail geschlossen ist (angeblich tolle Sicht von der Spitze der Sandsteinberge), gehen wir zunächst den Nature Trail Loop. Dieser ist einfach ohne wirkliche Steigungen, aber schön gelegen und Infoschilder beschreiben die lokale Tier- und Pflanzenwelt, nicht zuletzt die überall zu sehenden toten Bäume. Dann fahren wir zurück zur ersten Gabelung der Strasse und biegen zum Shakespeare Arch – Sentinel Trail. Bis zum Steinbogen (400m) ist der Weg leicht bis moderat, einige kleine Hügel hoch und runter muss man schon laufen, die Aussichten sind jedoch wunderschön. Der Steinbogen ist zwar klein aber schön gelegen. Der weitere Weg wird als anstrengend beschrieben (nochmal 2 km bis zum Anfangspunkt) und wir lassen ihn daher aus.

Kodachrome-1
Kodachrome-1
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Verlässt man den Park wieder, gibt es noch die Option weitere 10 Meilen südlich über Schotterstraße zum Grosvenor Arch zu fahren, angeblich auch sehr sehenswert, allerdings haben wir keine Zeit dafür, da wir am Nachmittag noch den Bryce Canyon besuchen wollen.

Der Eingang zum Park liegt gerade mal 15 Minuten entfernt. (Tropic ist damit ein guter, nicht so teurer Ausgangspunkt für beide Parks. Direkt am Bryce Canyon zahlt man relativ viel für Cabins und Zimmer). Zur Hauptsaison kann bereits vorher im Ort parken und den Shuttlebus nehmen, Mitte September kann man jedoch bereits wieder gut im Park parken und die Aussichtspunkte selbst anfahren.

Der Bryce Canyon selbst ist auf jeden Fall einen Besuch wert und man sollte einen ganzen Tag einplanen, am besten auch einen Sonnenaufgang und/oder Sonnenuntergang. Der schönste Teil ist zu Beginn das Amphitheater, denn nach der Ankunft liegen alle Parkplätze, Ausgangspunkte der Wanderungen und Aussichtspunkte an der oberen Kante dieser Schlucht auf gut 2200-2400 Metern Höhe und man blickt in dieses Theater hinein. In dem Sinne ist der Park eigentlich kein Canyon, sondern der Abbruch eines Plateaus zu einer Seite hin, danach folgt Flachland. Vorbereiten auf den Park und die vielen Wanderungen kann man sich hier (Maps, Hiking Trails, Unterkünfte etc.).

Der erste Aussichtspunkt heisst Sunrise Point, dann folgt der Sunset Point und als drittes der Inspiration Point. Alle drei bieten wunderschöne Ausblicke in das Amphitheater. Atemberaubend sind die vielen kleinen Sandsteintürme in tollen roten, gelblichen und hellen/weißen Farben, die von früheren Entdeckern Hoodoos genannt wurden. (Vorsicht ist geboten was die Namen der Aussichtspunkte betrifft, denn während der Sunrise Point toll ist, um morgens die Sonne in den Park scheinen zu sehen, ist der Sunset Point nicht für den Sonnenuntergang geeignet. Das ganze, nach Osten ausgerichtete Amphitheater liegt nämlich im Schatten und einen guten Blick zur Sonne hat man auch nicht 😉 ).

Rim Trail
Rim Trail
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Nichtsdestotrotz, ein Halt an jedem der Punkte kann ich nur empfehlen, am Inspiration Point kann man sogar auf einen Felsvorsprung klettern und tief ins Tal hineinschauen :-) . Von den Trails haben wir nur einen absolviert, aber auch der ist absolut empfehlenswert. Dabei handelt es sich um den Navajo Loop Trail, der am Sunset Point startet und einmal rum 2,16 km lang ist. Oben am Punkt gibt es eine Wasserstation, unten nicht mehr, also besser nochmal auftanken 😉 Dann geht es 167 Meter steil abwärts zwischen den Hoodoos hindurch in das Amphitheater hinein, und dort hindurch zu laufen ist atemberaubend schön. Von hier sieht man erst, wie hoch und filigran viele der Steine sind. Unten im Tal geht es durch einen kleinen Wald hindurch um dann an einem anderen Punkt des Amphitheaters wieder herauf zu steigen. Hierbei durchquert man teils enge Schluchten und kleine Durchbrüche in den Steinen, ebenfalls wunderschön!

Abwärts - Nordseite
Abwärts - Nordseite
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Wir schauen anschließend am Bryce Point vorbei, der noch etwas höher liegt (ca. 2500m) und wieder andere Einblicke in das komplette Amphitheater gibt… durch die Höhe ist man den Steinformationen allerdings nicht mehr so nahe. Schließlich fahren wir noch zu einem fünften Aussichtspunkt, dem sogenannten Paria View, von welchem man nicht mehr direkt ins Amphitheater schaut, sondern quasi auf dessen südliche Hinterflanke. Hier werden noch einige Felsen von der Sonne beleuchtet, weshalb wir bleiben  um den Sonnenuntergang zu beobachten, bevor wir zurück zum Sunset Point fahren.

Als es dunkel wird, bauen wir dort unsere Stative und Kameras auf um die Milchstraße zu fotografieren, denn immerhin gehört der Bryce Canyon zu einer der dunkelsten Plätze in den USA (daher gibt’s hier sogar Astronomy Parties!!). Und man wird nicht enttäuscht, denn selbst mit bloßem Auge ist die Milchstraße wunderschön zu erkennen. Allerdings wird es im September bereits kalt und eine Stunde nach Sonnenuntergang fällt die Temperatur schon von 25 auf 15 °C.

Milchstrasse über Bryce Canyon

Aber das war noch nicht alles 😀 Der Park hat uns heute so gut gefallen, dass wir beschließen am nächsten Morgen um 06:00 aufzubrechen, um auch noch den Sonnenaufgang zu schauen, natürlich in der Nähe des Sunrise Points. Die Temperatur ist auf eisige 1,5 °C gefallen und der konstante wenn auch leicht Wind macht das nicht angenehmer. Dennoch, der Blick entlohnt auch das, da die Sonne beim Aufgang langsam das Tal in zunächst tief rotes Licht, dann helleres leuchtendes Rot taucht, wunderschön :-) Daher hier ein kleines Zeitraffer-Video.

 Sunrise Bryce Canyon Morgenstimmung Sunrise Shooting Sunrise

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Scenic Byway 12 

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Heute geht es von Torrey aus über den Highway  „Scenic Byway 12“ nach Südwesten runter nach Tropic beim Bryce Canyon. Die Straße gehört zu den malerischsten in den USA, sie durchläuft den nördlichen Teil des Grand Staircase-Escalante National Monuments und liegt bei Tropic nahe der Nordseite des Bryce Canyon Nationalparks.

Der erste Teil der Fahrt geht in Richtung Süden langsam ansteigend auf den Boulder Mountain, der höchste Punkt liegt bei gut 2800 Metern und immer wieder gibt es zur linken Seite schöne  Aussichtspunkte mit kleinen Parkplätzen. Man blickt über die grünen Bäume des Dixie National Forest und in der Ferne Richtung Osten bis zum Capitol Reef Nationalpark. Viele Farmer züchten hier Rinder, die sich in nicht-eingezäunten Gebieten bewegen, und so warnen „Open Range“-Schilder davor, dass die Tiere durchaus auch mal über Straße laufen können. In der Tat sehen wir einige Tiere direkt am Straßenrand und plötzlich auch mal mitten auf der Straße vor unserem Auto! Das Rind möchte sich dann auch erst nach ein paar mal Hupen weiter bewegen :-)

Anschließend geht die Straße bergab und nachdem wir Boulder Town durchfahren haben, geht es weiter über den sogenannten Hogback. Hier wurde die Straße tatsächlich auf einen Bergkamm gebaut und geht teils sehr steil links und rechts abwärts. Dafür ist der Anblick um so schöner und weitere kleine Haltebuchten bieten Möglichkeiten anzuhalten und in Richtung Westen über die kleinen Canyons verschiedenster Flüsse (z.b. des Calf Creek) zu schauen.

Boulder Mountain
Boulder Mountain
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Nur wenige Meilen weiter noch vor dem Ort Escalante geht rechts eine kleine Abfahrt zur Calf Creek Recreation Area. Hier kann man für ein Picknick halten, es gibt Toiletten und Trinkwasser-Spender, oder man plant gute 3, eher jedoch 4 Stunden ein für eine Wanderung zum Calf Creek Falls, einem ca. 40 Meter hohen Wasserfall. Der Hike wird als moderate-strenuous beschrieben, also mäßig bis anstrengend, vor allem weil er teils sehr sandig, teils felsig ist, zwischendurch steiler bergab und bergauf geht und bis zur frühen Nachmittagszeit fast gänzlich in der Sonne liegt. Es gibt aber auch längere ebene Stellen, da der Weg insgesamt parallel zum Fluss des Calf Creek verläuft. Wenn man die Zeit hat ist der Weg allerdings absolut zu empfehlen und der Wasserfall am Ende entlohnt jegliche Anstrengungen.

Der Roundtrip wird mit 9,6 km angegeben und da es auf dem Weg weder Toiletten noch Wasserstellen gibt, sollte man sich entsprechend vorbereiten und vernünftige Schuhe tragen.

Zum Start des Weges läuft man ein Stück die asphaltierte Straße entlang und kurz bevor der Fluss diese Straße überquert, beginnt links der eigentliche Trail. Eine kleine Metallbox enthält hier einen Trail Guide zum mitnehmen, der zudem auch über die Schlucht informiert. Eine Tafel am Parkplatz informiert zuvor noch über die Tiere auf die man achten sollte. Neben Eichhörnchen und Chipmunks, die bei Bissen durchaus Krankheiten übertragen können, wurden offenbar auch Pumas gesichtet und ein Plakat informiert über angebrachte Verhaltensweisen.

Mountain Lion

Nach etwas weniger als 2 Stunden langsamem Wandern erreichen wir dann das Ende der Schlucht, es wird schattiger und kühler und der Wasserfall ist bereits zu hören. Der Anblick ist dann umso malerischer, da er nach 40 Metern in ein Becken mit glasklarem Wasser fällt, an dessen Rändern sich ein kleiner Sandstrand gebildet hat. Das Wasser ist verdammt kalt, vielleicht 12-13 Grad, aber nach der Wanderung bei 30 Grad Lufttemperatur springen wir mit Freude in das Becken  :-) …und die Erfrischung tut echt gut.

 

Am Trailhead
Am Trailhead
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Gegen 14 Uhr wandert die Sonne dann soweit, dass die Schlucht immer mehr im Schatten liegt. Zum Baden wird es dann etwas kühl, es macht den Rückweg allerdings deutlich angenehmer und der Weg hat sich absolut gelohnt!

Da wir viel Zeit mit diesem Abstecher verbracht haben, fahren wir weiter nach Escalante und decken uns mit Lebensmitteln ein, bevor es nach Tropic geht. Der Einkauf macht Sinn da die Lebensmittel in Tropic oft um einiges teurer sind.

Wir erreichen gegen 19 Uhr unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte, die Bryce Canyon Log Cabins. Die kleinen Holzhütten sind richtig schön und auf dem großen Gelände gibt es 2 Gas- und einen Kohlegrill zur freien Benutzung.

Bryce Canyon Log Cabins

Log Cabins

Daher haben wir uns extra vorher mit 2 ordentlichen Steaks eingedeckt und Grillen erstmal unser Abendessen! Der Grill eignet sich aber auch um morgens die Bagels zu toasten 😉

Bagels Toasten

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Vom Monument Valley nach Torrey (mit Natural Bridges Monument)

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Heute verlassen wir das Monument Valley in Richtung Nordosten, um mit einem Abstecher zum Natural Bridges Monument Park nach Torrey zu gelangen, welches wir als Ausgangspunkt für die Weiterfahrt über den Scenic Byway 12 nutzen werden.

Als wir uns dem Valley über die 163 langsam entfernen und zurück blicken, wird klar warum viele Reiseführer die Fahrt in die andere Richtung beschreiben, als wir sie nehmen. Denn das bekannte Bild mit dem Blick den langen Highway herunter und den Steinmonumenten am Ende der Straße am Horizont? Jep, genau das sieht man von hier und wir hatten es bis dahin fast vermisst und uns gefragt, wo man diesen Blick denn nun hat. Zum Glück gibt es Haltebuchten links und rechts der Straße und spätestens der Reisebus an Japanern lässt erahnen, dass es offenbar etwas zu sehen gibt! Wir halten also und schießen bei glücklicherweise wenig Verkehr einige Fotos die Straße herunter, bevor es weitergeht.

Monument Valley Road

Wir fahren knapp 15 Minuten weiter auf der 163, weiterhin vorbei an roten Sandsteinen und bei Mexican Hat über eine kleine Brücke über den San Juan River, bevor wir nach links abbiegen auf die 261. Die nächsten 10 Minuten fahren wir geradewegs auf eine Felskante zu, die sich über 300 m hoch vor uns erhebt. Von unten ist scheinbar nicht erkennbar, ob die Straße nun vor der Kante eine Kurve macht, ob es einen Tunnel gibt oder ob man dort tatsächlich hoch fährt! Es stellt sich aber heraus, dass in die Felskante eine Straße gehauen wurde! Der sogenannte Moki Dugway wurde 1950 angelegt, besteht aus einer 3 Meilen langen, nur an kurzen Stücken asphaltierten Straße mit einer Steigung von etwa 11% und erreicht am Ende das Plateau der Cedar Mesa, 1200 Fuß (etwa 365m) über dem Fuß.  Die Straße bietet bereits wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft darunter, das Valley of the Gods sowie das Monument Valley in der Ferne. Halten sollte man aber unbedingt am Moki Dugway – Muley Point Overlook, einer tollen Haltebucht mit genialem Ausblick!

Moki Dugway - 1
Moki Dugway - 1
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Oben auf dem Plateau angekommen besteht noch die Möglichkeit, links abzubiegen um zur südwestlichen Kante des Plateaus zu gelangen, von wo man Aussichten über den San Juan River hat, der sich hier in den Fels gräbt. Wir fahren jedoch weiter auf nun asphaltierter Straße und die Landschaft ändert sich schlagartig: das Plateau ist oben flach und grün, überall wachsen Bäume und von roten Sandsteinen ist kaum noch etwas zu sehen. So geht es etwa 30 Minuten weiter bis zur nächsten Abbiegung nach links auf die 95, und kurz danach rechts auf die 275 zum Natural Bridges National Monument.

Der Park gilt als erstes National Monument und erster Nationalpark Utahs, 1904 hat National Geographic bereits über ihn berichtet, 1908 wurde er durch T. Roosevelt offiziell als Park gegründet. Den Namen hat er durch seine 3 riesigen Steinbrücken, die über Jahrtausende durch Wasserkraft aus dem Stein geformt wurden. Die Brücken heißen Kachina, Owachomo und Sipapu, Begriffe aus der Sprache der Hopi Indianer. Der Eintritt in den Park ist mit dem Interagency Pass möglich und kostet sonst 10$ pro Fahrzeug (Stand Okt. 2015). Er ist am Visitor’s Center zu entrichten, bevor man dann den Park über eine Loop Road durchfährt. Wir bewegen uns dabei oben auf dem Plateau, die Steinbrücken liegen jeweils unterhalb in den verschiedenen, durch Wasser geformten Canyons. Es gibt diverse Parkplätze mit Aussichtspunkten, die teils als Startpunkte für die verschiedenen Trails gelten, und Picnic-Plätze.

Natural Bridges - Eingangsschild
Natural Bridges - Eingangsschild
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Die dritte Haltebucht zur rechten Seite ist Ausgangspunkt für einen Trail zur Sipapu Bridge, die im White Canyon liegt. Was die Höhe betrifft, ist sie neben der Rainbow Bridge eine der höchsten Steinbrücken der USA. Der Trail ist insgesamt 2 km lang (hin und zurück) und wird als mittel-anstrengend beschrieben. Am Ende führt er an den Fuß der Brücke, man muss jedoch nicht bis zum Ende laufen. Zunächst geht er über glattere Steine leicht abwärts, dann folgt eine längere Stahltreppe, gefolgt von Holztreppen, sandigem Weg und schließlich einer Holzleiter! Das klingt schlimmer als es eigentlich ist und man kommt über die Leiter gut runter und auch wieder hoch 😉 . Anders könne man die Felskanten auch schwer überwinden… Unten kann man nach links weiter gehen und entweder über eine weitere Treppe nach rechts noch weiter absteigen, oder wie wir nach links auf eine Aussichts-Steinkante laufen. Wenn man die Brücke nicht von unten sehen muss, reicht das völlig aus, da man am Ende auf einem glatten Felsvorsprung steht, zur linken ragt die Felswand hoch und wölbt sich über unseren Köpfen nach vorne, man läuft also fast durch eine Felsschneise durch! Nach rechts bietet sich ein wunderschöner Blick in den Canyon hinein und auf die Sipapu Bridge. Der Weg bis dahin lohnt sich absolut und liegt zum Glück weitestgehend im Schatten :-)

Wir steigen wieder hoch und fahren zum nächsten Punkt, dem Parkplatz an der Kachina Bridge. Sie ist die mächtigste der drei Brücken was die Dicke der Steinbrücke an sich betrifft. Die Öffnung darunter ist jedoch nicht groß, da sie noch relativ jung ist, weshalb wir nach einem kurzen Halt weiterfahren.

Der nächste Parkplatz ist bereits Ausgangspunkt für den Trail zur Owachomo Bridge im Armstrong Canyon. Will man nur eine Wanderung im Park machen, würde ich diese absolut empfehlen. Der Weg ist leicht, über viele Stufen und nur einige felsige Stücke und Steine hinweg kommt man in ca. 10 Minuten an den Fuß der Brücke und bewegt sich im fast immer trockenen Flussbett. Die Brücke ist recht alt und daher sehr dünn, trotzdem aber lang und hoch, weshalb sie sehr imposant aussieht. Man kann sich unten gemütlich auf den Steinboden setzen und bei einer Pause den Blick nach oben auf die Brücke genießen, oder man klettert ein wenig im steinigen Flussbett herum. Bei starken Gewittern und Regenfällen in der Umgebung kann es aber auch hier immer noch zu Springfluten kommen, wobei der Fluss seit einiger Zeit nicht mehr unter der Brücke hindurch führt, sondern durch den Canyon etwas unterhalb.

Nach einer Mittagspause geht es für uns weiter, zurück auf die 95 und dann ca. 1 Stunde die Straße entlang zu einer Brücke, die den Colorado River überquert. Dieser fließt westlich von hier in den Lake Powell hinein, es gibt eine kleine Haltebucht an der Seite und wir stoppen für einige Fotos dieses recht mächtigen Flusses. Wer mehr Zeit hat, kann von hier scheinbar auch zum Fluss hinunter wandern. Der Teil vor und hinter der Brücke, sowie in Richtung Südwesten runter bis nach Page um den gesamten Lake Powell herum gehört zum Glen Canyon National Park, und besonders nach der Brücke fährt man noch durch wunderschöne Fels- und Sandsteinlandschaften. Man könne meinen, irgendwann hat man genug von Sandsteinen, aber die so unterschiedlichen Farben und Formen sind noch immer faszinierend :-)

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Wir fahren jedoch weiter, bis wir nach einer weiteren knappen Stunde Hanksville erreichen. Auf der Route bis hierher gibt es nur wenige Orte, Rastplätze oder Tankstellen, also tanken wir das Auto wieder voll und essen im urigen Duke’s Slick Rock Grill zu Abend. Das Steakhouse hat extrem gute Bewertungen auf Tripadvisor und anderen Seiten, das Steak schmeckt hervorragend und Duke’s eigene BBQ Sauce ist richtig lecker (leider jedoch nicht zu kaufen 😉 ).

Inzwischen ist es dunkel und von der Landschaft auf dem Weg nach Torrey sehen wir nicht mehr viel, der Tag war aber auch so ereignisreich genug und zur Erholung erfolgt bloß eine Nacht im Broken Spur Inn, in welchem im kleinen Foyer Cowboy-Figuren stehen und über der Rezeption ein echter, ausgestopfter Puma hängt. Etwas merkwürdig, aber wir ja quasi im Wilden Westen hier!

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Horseshoe Bend (Page)

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Am 06.09. verlassen wir morgens unser Hotel in Page (das Best Western – View of Lake Powell) und fahren zunächst kurz den Highway 89 nach Süden runter zum Horseshoe Bend, einer wunderschönen Schleife des Colorado River. Wer in Page übernachtet, und sei es nur für eine Nacht, muss eigentlich die 10 Minuten Fahrt und die kleine Wanderung in Kauf nehmen und sich den Horseshoe Bend anschauen! Verlässt man die Stadt, gibt es kurz dahinter am Highway 89 zur rechten Seite eine Einfahrt zum Parkplatz. Ratsam ist, so früh morgens wie möglich hinzufahren, vor allem wenn man in den wärmeren Monaten in der Gegend ist. Das hat zwei Gründe: zum einen ist diese Naturattraktion ein Besuchermagnet, auch in der Nebensaison, der Parkplatz füllt sich schnell und es sind einfach überall Menschen. Zum anderen gibt es (bis auf einen Pavillon auf der Hälfte des Weges) keinen Schatten und auf dem steinig-sandigen Gelände kann es schnell heiss werden!

Als wir die Einfahrt zum Parkplatz dann sehen, stehen die Autos bereits vorne an den Straßenrändern. Es lohnt trotzdem in die Einfahrt einzubiegen, denn der Parkplatz ist einigermaßen groß und die Besucherfrequenz ist hoch (meist braucht man 1-1,5 Stunden für den Aufenthalt und fährt dann wieder), so mögen zwar Autos am Straßenrand stehen, der Parkplatz hat aber mit Glück auch freie Plätze! Von dort führt dann direkt ein zunächst sehr sandiger Pfad einen Hügel hinauf, ab der ersten Kuppe wird er steiniger und man sieht auch bereits den Pavillon. Insgesamt ist der Weg ca. 1 – 1,2 km lang und in etwa 15 Minuten zu schaffen. Ab dem Pavillon führt der Weg teils steinig, teils sandig (gutes Schuhwerk kann nicht schaden, der Sand wird schnell heiss und man kann die Steine darunter nicht immer erkennen) leicht abwärts in Richtung der oberen Kante der Felsebene, in die sich der Colorado River hinein gräbt. Deswegen auch nicht wundern, denn bis man tatsächlich an der Kante steht, ist eigentlich kaum etwas von der Schleife zu sehen – nur ein Loch in der Steinebene! Zur Kante hin ist der Boden dann nur noch felsig (roter Sandstein), und Achtung, die Kante ist nicht gesichert (kein Zaun, oder Geländer), dafür gibt es einen uneingeschränkten Blick über die wunderschöne Schleife des Flusses!

Über die Kante hinweg schaut man gut 300 m in die Tiefe und landet vom Weg aus auch ziemlich mittig am Scheitelpunkt, perfekter Standort für ein Foto der gesamten Schleife (bei einer Crop-Kamera braucht man vermutlich schon ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv, definiert unter 18mm, beim Vollformat kommt man mit 17-20 mm wunderbar hin). Man kann nun noch eventuell ein Stück nach links oder rechts die Kante entlang gehen, aber der mittige Blick ist nun einmal der beste. Es gibt ein paar leicht erklimmbare Felsen nahe der Kante, falls man noch einen Blick von etwas weiter oben ausprobieren will, danach kann man sich jedoch auch auf den Rückweg machen!

Way to Horseshoe Bend
Way to Horseshoe Bend
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Bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Ziel machen, halten wir nun in Page noch am Big John’s Texas BBQ. Der Laden hat uns beim Vorbeifahren zuvor schon mit seinem riesigen Smoker-Grill angelockt und das Pulled Pork oder Beef muss man probiert haben. Auch wenn man draußen auf Plastiktellern isst, schmeckt es wirklich lecker!

Anschließend kaufen noch kurz Proviant im Walmart kurz vor Page und fahren nun zum nächsten Ziel, über die 98, dann die 160 und die 163 in etwa 2 Stunden zum Monument Valley!

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Meine Peru-Reise – jetzt als Video!

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Diese Woche habe ich es mit vielen Stunden Zeiteinsatz nach der Arbeit endlich geschafft, mein Video zu der Peru-Reise fertig zu stellen :-)

Aus 150 Video-Sequenzen (mit meiner GoPro 3+ Silver gefilmt) und nochmal etwa 150 Fotos ist ein 30-minütiges Video entstanden. Ich hoffe es gefällt euch :-)

Hier der Link:

Peru 2015 in 1080p

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Machu Picchu

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Der letzte Tag meiner Peru-Reise startet viel zu früh, dafür aber zur Inca Stätte Machu Picchu (übersetzt bedeutet das „Alter Berg“). Kurz vor 4 heisst es aufstehen, 4:30 frühstücken und dann mit dem Tagesrucksack los zum Bahnhof. Um 6:00 fährt der Zug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes, dem kleinen Ort am Fuße des Machu Picchu, durch das heilige Tal hindurch.

Die Sonne geht gerade auf und wir fahren im Tal entlang des Urubamba Flusses. Dabei gelangen wir seit Tagen das erste mal wieder unter 3000 m, und die Landschaft ändert sich von der noch leicht kargen Hochebene in subtropisches Gebiet.   Es ist toll hier durch zu fahren, es wird immer grüner, man sieht tropische Pflanzen, Bananenbäume und Lianen. Der Zug fährt gemächlich und ich kann die Aussicht in Ruhe genießen!

 

Nach 1,5 Stunden Fahrt kommen wir an, auf ca. 2000 m Höhe im Machu Picchu Ort.
Wir steigen aus und gehen direkt weiter zum Bus, der gute 20 Minuten den Berg in Serpentinen hinauf fährt, bis an den Fuß der Zitadelle. Die Landschaft ist fantastisch, Zuckerhut-förmige Berge mit steilen Wänden, bis oben hin grün bepflanzt, ragen an allen Seiten empor. Auch die Luft draußen ist tropisch warm und feucht.

Wir hatten zuvor einige Touristen in Cusco gesehen, die Machu Picchu besucht hatten und an Armen und Beinen komplett von Mücken zerstochen waren. Daher habe ich mich auf dem Weg erst noch schön mit dem Deet-Zeug eingeschmiert. Dann geht’s auf durch den Eingang. Uns begleitet wieder Celso, der Guide den wir auch vorgestern in Cusco schon hatten.

Im Eingangsbereich ist von der Zitadelle noch gar nichts zu sehen, da der Urwald hier schon sehr dicht ist und ein Hang die Sicht versperrt. Also geht es erst einmal eine Menge Stufen bergauf, wir sind jetzt auf 2400 m Höhe und nach der kurzen Nacht ist die Höhe noch immer anstrengend genug 😉 Kurz danach gelange ich auf eine der Terrassen, die die Inca auch hier wieder – angefügt an die Stadt –  zum Anbau von Pflanzen angelegt haben.  

Und auf einmal hat man den Postkartenblick auf Machu Picchu, den jeder schon einmal gesehen hat. Die alte Inca Stadt liegt einem zu Füßen, davor die Terrassen, dahinter der Huayna Picchu (übersetzt „junger Berg“).


Und ebenfalls wie auf den Postkarten laufen 2 Lamas und ein Vicuña auf der Terasse unter uns vorbei :-) Wir halten für einen Fotostopp bevor es weiter geht. 

Anschließend führt Celso uns durch die ganze Anlage und erklärt wie sie entstand, wie die Menschen gelebt haben etc. Die Anlage stammt aus der späten Inca-Zeit und die Menschen haben nur ein paar Jahrzehnte hier gelebt, bevor die Spanier Peru eroberten.

Sie haben zudem jegliches Material, das für den Bau der Stadt nötig war, oben vom Berg abgetragen, so auch die Granitfelsen für ihre Häuser. Bei der Steigung wäre es auch eine Herausforderung, so viel Stein den Berg hinauf zu tragen! Andererseits haben die Inca oft hoch gebaut, es wäre also kein Wunder gewesen. Auf dem nächsten Bild sieht man eine Art Steinbruch, wo der Granit abgebaut wurde. Man hat zum Teilen der Felsen natürliche Spalte gewählt, Holzkeile hineingesetzt und diese mit Wasser benässt. Das Aufquellen des Holzes hatte Kraft genug, die Felsen zu zerspalten.

Wir lernen außerdem, dass die Inca vermutlich noch vor Eintreffen der Spanier planten, die Stätte wieder zu verlassen, da es extrem häufig Blitzeinschläge gab. Diese zerstören auch heute noch immer wieder die Bauten oder einzelne Steine.
Als Hiram Bingham die Anlage damals entdeckte, fanden er und sein Team insgesamt 169 mumifizierte Körper, zum Großteil Frauen. Celso erklärt uns, dass damals, als die Spanier in Peru eintrafen, viele Männer der Inca die Zitadelle verließen um gegen die Spanier zu kämpfen. Als diese dann verloren und die Spanier vordrangen, nahmen die verbliebenen Bewohner – vor allem Frauen – den Stoff der Engelstrompete (siehe Foto unten) zu sich, der erst Halluzinationen hervorruft und dann so giftig ist, dass er tödlich wirkt. Außerdem, wenn in ausreichender Menge zu sich genommen, ist er konservierend und bewirkte die Mumifizierung der Körper.

Wir gehen vorbei und durch alte Inca-Wohnhäuser, Lagerhäuser und heilige Plätze .. Und die Aussichten sind immer wieder atemberaubend schön!

        

An einer Stelle findet sich der sogenannte Heilige Stein, der von den Inca natürlich belassen wurde und als heilig angesehen wurde, weil seine Kontur sehr ähnlich zur Kontur der dahinterliegenden Bergkette  verläuft!

An anderen Stellen ist zu sehen, wie die Inca ihre Häuser um und auf die vorhandenen Felsen aufgebaut haben. Tolle Motive!


Nach unserem Rundgang mit Celso haben wir etwas Freizeit auf eigene Faust loszulaufen, und ich mache mich ein Stück auf den Weg Richtung Sonnentor.

Leider reicht die Zeit nicht für den kompletten Weg, aber auch der Ausblick zwischendurch ist toll. 
Schließlich geht es wieder mit dem Bus hinunter, mit einer Wartezeit von über 30 Minuten, und per Zug innerhalb von etwa 3 1/2 Stunden zurück nach Cusco, wo der letzte Abend meiner Reise endet! Am nächsten Morgen heisst es um 03:00 aufstehen, da der erste Flug von Cusco nach Lima bereits um 05:25 stattfindet.

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Ein Tag in Cusco

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Plaza de Armas – Cusco

Heute haben wir zum Glück den Vormittag zur freien Verfügung. Da ich gerne auch auf eigene Faust einfach los laufe, war das wunderbar :-) Nach einem gemütlichen Frühstück besuche ich erstmal ein paar Alpaca-Geschäfte um noch ein paar Mitbringsel und einen Poncho für mich zu besorgen. Dann gehe ich zum Plaza de Armas und trinke auf einem der Balkone oben einen Kaffee, hier hat man einen tollen Ausblick über den Platz!

Anschließend gehe ich weiter durch die schönen Altstadtgassen, über einige hübsch bepflanzte kleine Plazas zum Schokoladenmuseum. Das ist jedoch mehr ein Geschäft / Café als ein tatsächliches Museum und ich kaufe nur ein bisschen Schokolade, die dafür aber wirklich seeeehr lecker schmeckt :-)

    
Durch das viele Laufen ist der Vormittag dann doch schnell vorbei und gegen 14:00 beginnt unsere Stadtführung, Treffpunkt ist am Hotel.
Unser Guide Celso hat 2 Jahre in Berlin gelebt und spricht sehr gutes Deutsch. Er erzählt uns, dass Cusco, manchmal auch Cuzco geschrieben,  heute um die 600.000 Einwohner hat, zu Inca-Zeiten hatte die Stadt (als deren Hauptstadt) bereits um die 100.000 Einwohner. Übersetzt bedeutet Cusco der „Nabel der Welt„. Cusco hat keine wirkliche Industrie (außer einer Brauerei – das in Peru überall bekannte und beliebte Cusqueña, das übrigens ein Deutscher hier ins Leben gerufen hat. Das erklärt wohl warum es so gut schmeckt 😉 ), und die Stadt lebt daher fast nur vom Tourismus.

Qorikancha und das Dominikanerkloster Convento de Santo Domingo

Kreuzgang des Convento de Santo Domingo

Trapezfenster

Unser erster Halt auf der Tour ist ein heiliger Inca Tempel, der in der Quechau-Sprache Qorikancha genannt wurde (= goldener Tempel oder goldener Hof), und auf dem sich seit einigen Jahrhunderten das Dominikanerkloster Convento de Santo Domingo befindet, welches auf die alten Inca-Mauern drauf gebaut wurde. So kann man zumindest diese immer noch sehen (Fundament und graue Steinmauer, auf dem ersten Bild unten zu erkennen; das zweite Bild zeigt den Kreuzgang).  Viel mehr als die Mauern  ist aus Inca-Zeiten allerdings leider  nicht übrig.      Als die Dominikaner (noch vor den Jesuiten) zu Missionierungszwecken nach Peru kamen, zerstörten sie leider viele Tempel und Bildnisse von Inca-Göttern, um ihren Glauben als den einzig Wahren durchzusetzen. Dennoch gibt es viele alte Mauern der Inca innerhalb des Klosters zu sehen, die erhalten geblieben sind und deren Steine nahtlos aufeinander sitzen – ohne Mörtel oder anderes Füllmaterial. Außerdem haben die Inca mit Trapez-förmigen Fensteraussparungen gebaut – für mehr Stabilität der Gebäude, insbesondere bei Erdbeben.  Je nachdem entstehen, wie auf dem Foto oben, tolle Perspektiven :-)

Weiterhin haben die Inca Formen in die Steine gehauen, in je zwei aneinander zu setzende Steine, und ein passendes Metallteil , z.B. aus Kupfer, hineingesetzt, bevor die Steine aufeinander gelegt wurden. Diese Technik machte es möglich, dass die Steine sich bei Erdbeben in gewissem Maß bewegen können und alle Inca Bauten bisher jedes Erdbeben überstanden haben, während viele Kolonialgebäude der Spanier immer wieder zerstört wurden. Man spricht deshalb bei dem Baustil immer wieder auch von tanzenden Steinen.

Die Anlage besitzt außerdem einen kleinen Sonnentempel mit zwei Fenstern, durch die je bei der Sommer- und Wintersonnenwende bei Sonnenaufgang die Sonne exakt auf eine markierte Linie schien. Der Winkel der beiden Linien sei normalerweise konstant, in manchen Jahren jedoch kann er offenbar +/- 1 Grad abweichen. Die Inca berechneten scheinbar, dass in diesen Jahren der El Niño Effekt besonders verheerend sei.

Reproduktion einer Inca Symbolik

Eine Symbolik im Kloster zeigt uns, dass die Inca die „Mutter Erde“ damals schon als Kugel abgebildet haben.  Es gab Sonnenuhren und Messkonstruktionen, mit denen sich der Erdumfang berechnen ließ, sie wussten also offenbar damals schon dass die Erde rund ist. Man sieht die Erde auf dem Foto, mittig leicht links mit einem Regenbogen darüber.

Unser zweiter Stop auf der Tour ist die Kathedrale am Plaza de Armas. Sie gehört zu den größten in ganz Südamerika, die Fläche der Fassade misst über 4000 qm, die Glocke, die nur an Ostern läutet, wiegt 5800 Tonnen und ist mit 15 kg Gold versehen.

Das Innere ist unglaublich riesig, mit vielen dunklen Steinen und Zedernholz. Und trotzdessen dass die Kathedrale katholisch ist, findet man in den Holzsitzen des Chors beispielsweise indianische Schnitzereien. Auch gibt es Ölgemälde der Heiligen Maria, um die sich eine Schlange schlängelt. Diese steht im Christentum für den Teufel, bei den Inca jedoch für Wasser und die Regenzeit. Leider sind auch hier drin wieder keine Fotos erlaubt.

Für den dritten Halt verlassen wir das Stadtzentrum und fahren hoch zur Anlage „Saqsayhuaman„, ein alter riesiger Sonnentempel der Inca auf den Hügeln der Stadt.

Original erhaltene Mauern der Inca-Anlage Saqsayhuaman

Insgesamt gibt es auf dem Gelände 94 archäologische Stätten, gebaut wurde die Anlage etwa 1435. Die Mauern der Terrassen waren früher teilweise bis zu 12 Meter hoch und bestehen aus riesigen Steinen. Die ganze Anlage ist sehr beeindruckend!

Für den Transport dieser Steine haben die Inca offenbar kleine runde Steine auf dem Boden verteilt um die großen Steine (bis zu 130 Tonnen) darauf vorwärts zu rollen, denn Räder kannte man hier nicht! Außerdem haben sie Rampen gebaut um die Steine die Terrassen hoch zu schaffen.

Vor circa 15 Jahren fanden Forscher heraus, dass insbesondere die großen Steine hohl sind! Laut einer Theorie haben die Inca offenbar Kalkstein zermahlen und eine Masse erzeugt, aus der diese großen Steine künstlich angefertigt wurden. Man findet die größten Steine jeweils an den Ecken der Mauern. Diese hat man hier hingesetzt, um die Anlage ebenfalls stabiler zu gestalten im Falle eines Erdbebens. Schade, dass hier nur 30 Minuten Zeit eingeplant sind ohne eine Chance alleine los zu gehen… ich könnte Stunden hier verbringen um die Anlage zu erkunden!

Unser vierter Halt ist Tambomachay, ein Wintertempel der Inca. Wie viele andere Gebäude der Inca hat er drei Hauptterrassen, da die Zahl Drei eine große Rolle spielte. (So gab es bei den Inca auch 3 Gebote: nicht lügen, nicht stehlen, nicht faul sein. Auf sehr grobe Verstöße stand die Todesstrafe!).

Wintertempel Tambomachay

Nach wie vor ist der Ort heilig, da das Wasser hier viele Mineralien enthält und vom Grundwasser gespeist zu sein scheint, da eine konstante Menge Wasser aus den verschiedenen Öffnungen herauskommt. Viele noch existierende Inca-Nachfahren (circa 4 Mio. in Peru) kommen noch immer hierhin um das Wasser zu trinken, da man glaubt es mache fruchtbar und hoffte dann auf Zwillinge oder Drillinge.

Der letzte Halt heute ist Q’enqo, eine alte Sternwarte der Inca.  Gleich beim Eingang steht ein großer Monolith (siehe weiter unten), der bei Vollmond jeweils einen Schatten in eine bestimmte Aussparung in der gegenüberliegenden Mauer wirft. Bei jedem Vollmond wandert der Schatten eine Aussparung weiter, so hat man 12 solcher Aussparungen angelegt.

Steinmonolith zum Messen der Mondphasen

Außerdem gibt es einen Sonnenstein, der nur bei der Sommersonnenwende einen Schatten in Form eines Puma-Kopfs wirft, und das auch nur zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt. Kurz danach wandelt sich der Schatten in einen Inca-Kopf.

 

Als wir diesen Ort um 18:00 verlassen – und wir sind etwa 400-500 m über der Stadt – wird es dunkel und es biete sich ein wunderschöner Ausblick über das beleuchtete Cusco im Tal, wirklich fantastisch :-)  

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